| Messing-Schmuckteile, handgefertigt (Methode der verlorenen Form). |
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Aus Wachsfäden oder Plattenwachs, das man sogar schnitzten kann, werden die Schmuckteile eins zu eins so hergestellt, wie wir sie dann später in der Hand haben. Das fertige Wachsprodukt wird in fast flüssigen Lehm, mit Asche vermischt, getaucht und nach dem Trocknen kugelförmig mit Lehm umschlossen. Kleine Teile werden zu mehreren in einer Kugel zusammengefasst. Eine Kunst dabei ist, für jedes Teil einen eigenen Ausgang mittels Wachsfaden zu schaffen. Die Tonkugel wird am Feuer erhitzt, das Wachs läuft über den Kanal aus. Dort hinein wird flüssiges Messing gegossen, aus Altmessing wie Vorhängeschlössern hergestellt. Manchmal sieht man an einem Schmuckstück noch an, dass leicht verschiedenfarbiges Metall zusammengeschmolzen wurde. Um den Gegenstand zu erhalten, muß die Negativ-Lehmform zerbrochen werden, deshalb heißt die Herstellungsart Methode der verlorenen Form. Anschließend wird der Eingusskanal, nun auch aus Metall, abgeschnitten und glatt geschliffen. Deshalb sieht man auf jedem einzelnen Teil eine Schleifstelle – das ist kein Fehler, sondern das Gütesiegel der Handarbeit. Kaum zu glauben, oder?
Sollten Sie, vielleicht seit heute, eine Kette aus solchen Glasperlen und
vielleicht auch Messingteilen besitzen, ist die Freude und Würdigung noch
größer, wenn man weiß, wie sorgfältig und aufwendig sie hergestellt wurden.
Das sieht man den Stücken auch an.
Handgefertigte Glasperlen aus Ghana
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